Unsere Gesichte

Hier erfahren Sie etwas über unser Feuerhaus.

 

Ein Meilenstein in der Geschichte unserer Wehr war sicher das 100jährige Gründungsfest 1975 sowie das 125jährige Jubiläum im Jahr 2000. Dies nahmen die Verantwortlichen zum Anlass, eine Festschrift zu verfassen, in der die Geschichte der FFW Weihern seit ihrer Gründung aufgezeigt wurde. Der Beitrag „Wir über uns“ in der nun vorliegenden Ausgabe beschränkt sich daher im Wesentlichen auf Entwicklungen und herausgehobene Ereignisse der vergangenen Jahre.

 

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Festzug anläßlich des 100jährigen Gründungsfestes 1975. Vorne rechts die Fahnenbraut von 1930 Fr. Maria Schnelzer (geb. Biersack)
 

Ein großes Fest, ein Ereignis, das man so schnell nicht vergisst sollte es werden, das 100jährige Gründungsfest der Freiw. Feuerwehr. So war es auch beinahe selbstverständlich, dass sich neben der „Jubelwehr“ das ganze Dorf für die Festtage mächtig herausputzte. Fassaden wurden gestrichen, Straßen und Wege saniert, Zäune repariert und Häuser geschmückt. Alle wollten gerüstet sein für die festlichen Tage vom 11. bis 14. Juli. Bei so viel Eifer blieb auch dem Wettergott keine Wahl. Bei herrlichem Sonnenschein waren mehr als 100 Vereine aus der näheren und weiteren Umgebung gekommen, um gemeinsam und ausgiebig Geburtstag zu feiern. Ein bunter Festzug durch die Ortsteile bildete den Höhepunkt der gelungenen Jubiläumsfeier. Zum Jubiläumsfest wurden auch verdiente Mitglieder für geleistete Dienste und für ihre langjährige Treue zum Verein geehrt. Herr Andreas Nörl erhielt den Titel „Ehrenvorstand“. Auch für 40 und 25 Jahre Treue konnten Vereinsangehörige ausgezeichnet werden (siehe Foto).

 

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Für 40 Jahre Mitgliedschaft bei der FFW Weihern wurden anlässlich des Jubiläumsfestes 1975 ausgezeichnet (beginnend unten, jeweils von links:

Georg Troidl +,Michael Kurzwarthl +, KBR Anton Gietl+, KBM Josef Krös, Kommandant Karl Puff, Andreas Nörl+, Bgm. Hans Reichl+, Landrat Hans Schuierer, Vorstand Josef Rothmeier, Xaver Wildenauer+, Johann Stahl+ (Nr. 74), Peter Völkl+, Karl Puff+, Josef Reis+, Johann Meindl+, Wilhelm Söllner+, Josef Ponnath+, Georg Kraus+, Josef Kiener+, Johann Wittmann+, Josef Preßl+, Josef Schlögl+)

Nicht im Bild: Johann Maier +, Johann Stahl + (Nr.10),und Josef Rothmeier +

 

Die Auerbacher Knabenkapelle begeisterte die Besucher zum Festausklang am Montag bei einem „Bunten Abend im Festzelt“. 1. Bürgermeister und Festwirt Hans Reichl beschenkte die Wehr und alle Gäste mit einem beeindruckenden Brillant-Feuerwerk und setzte damit einen farbenprächtigen Schlusspunkt.

 

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Übergabe des Schlüssels für das neue FFW Gerätehaus durch  1. Bürgermeister Hans Reichl an Vorstand Josef Rothmeier

 

Das Jubiläumsfest war auch der geeignete Rahmen, das neue Gerätehaus seiner Bestimmung zu übergeben. Es bot mit dem integrierten Mannschaftsaufenthaltsraum nun genügend Platz für die Sitzungen des Verwaltungsrates und der Aktiven. Doch bereits nach wenigen Jahren erwiesen sich die fehlenden Sanitäranlagen als Problem. Im Jahre 1979 folgten den Planungen Taten. An der Westseite des Gerätehauses war noch Platz für den Anbau einer Toilettenanlage und im neu gestalteten Eingangsbereich fand sich nach langer Odyssee eine Bleibe für den gemeinsamen Fahnenschrank der Ortsvereine. Zu den traditionellen Pflichten einer Wehr, wie Brandbekämpfung haben sich im Wandel der Zeit neue Aufgaben und Tätigkeiten gesellt. Dadurch wurde auch die Ausrüstung selbst einer kleinen Ortschaftsfeuerwehr umfangreicher. Der vorhandene TSA (Tragkraftspritzenanhänger) konnte die Geräte nicht mehr fassen.

 

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Übergabe und Segnung des 1. Tragkraftspritzenfahrzeuges unserer Wehr. Im Bild: FFW Weihern mit den Ehrengästen Karl Seegerer (Bgm. der ehem.Gemeinde Weihern),  Hans Reichl+ (1. Bgm. Stadt Pfreimd) und BGR Anton Beck+ (Pfarrer in Weihern)

„Mit einem Geräteraum von 35 qm ....... bietet das Gerätehaus genügend Raum für den geheimen Wunsch unserer Wehrmänner - ein Löschfahrzeug“. So lautete der Schlusssatz im Artikel über die FFW Weihern in der Festschrift von 1975. Es sollte tatsächlich nicht mehr lange dauern, bis dieser Wunsch Wirklichkeit wurde.

Bürgermeister Reichl hatte durchaus Verständnis für das Anliegen. Als nun die Wehr selbst im Stande war, einen beachtlichen Anteil zur Finanzierung des Fahrzeuges beizutragen, beschloss der Stadtrat von Pfreimd, für die Feuerwehr in Weihern ein neues TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) des Fabrikats VW-LT31 zu bestellen.

Am Samstag, 5. Jan. 1980, erhielt das 1. TSF durch BGR Pfarrer Anton Beck den kirchlichen  Segen und wurde zu treuen Händen dem Kommandanten Gerhard Haider anvertraut (s. Foto letzte Seite).

Seit der Gebietsreform 1972 und der damit verbundenen Eingemeindung der ehemaligen Gemeinde Weihern in die Stadt Pfreimd hat die für die Finanzierung des Feuerlöschwesens verantwortliche Kommune stets die erforderliche Ausrüstung bereitgestellt. Den dafür verantwortlichen Damen und Herren sei an dieser Stelle unser aufrichtiger Dank gesagt. Fast wie im richtigen Leb’n - so wechselten sich auch bei der FFW Weihern Zeiten der Arbeit und des Schaffens mit Phasen ab, in denen gesellschaftliche Unternehmungen eher im Vordergrund standen. Am 9. und 10. August 1980 fand sich wieder Gelegenheit, Gäste nach Weihern einzuladen. 50 Jahre waren vergangen, seit die erste Vereinsfahne ihre Weihe erhielt. Dieses Fahnenjubiläum verbunden mit der 750-Jahrfeier der Erstnennung der Ortschaft Weihern stand unter der Schirmherrschaft des 1. Bürgermeisters der Stadt Pfreimd Werner Bernklau.

Zu diesem Dorfjubiläum hatte die FFW einen Heimatabend organisiert, wozu alle „gebürtigen Weiherner“ geladen waren. Viele folgten der Einladung und füllten das Festzelt.

Vorwiegend aus Weihern stammende oder hier beheimatete Interpreten (z.B. der Männergesangverein, die „Weiherner Moidler“ u.a.) gestalteten abwechslungsreich das Abendprogramm.

Einen feierlichen Dankgottesdienst zelebrierte am darauffolgenden Sonntag der in Weihern gebürtige Kapuziner Pater Edilbert Lindner +. In seiner Festpredigt würdigte er das Engagement der vielen Männer in der Geschichte der Ortswehr und betonte, dass mit der praktischen Umsetzung des Leitspruches der Feuerwehren, Gott zur Ehr’, dem Nächsten zur Wehr, stets auch ein „Gottesdienst“ verbunden sei.

Nach dem Festzug durch die Straßen von Unterweihern bereitete die Festkapelle Sepp Dobmeier aus Tännesberg den Besuchern einen stimmungsvollen Abend.

 

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Das Foto zeigt die Geschwister Maria und Anna Troidl nach ihrem Auftritt beim Heimatabend im Festzelt. Sie waren  in den 60er und 70er Jahren als die „Weiherner-Moidler“ durch Auftritte im Rundfunk weithin bekannt.

 

Es gehört schon beinahe zu den Pflichtaufgaben einer Ortswehr, sich auch am kulturellen Leben der Gemeinde zu beteiligen und dies mitzuprägen. Die FFW Weihern tut dies seit Jahren in vielfältiger Weise. Neben der Teilnahme an kirchlichen und weltlichen Feiern des Jahreskreises fordert das jährliche Laienspiel viel Zeit und Idealismus von den Mitwirkenden.

Ein weiteres „Glanzlicht“ setzte die FFW erstmals 1988 durch die Aufstellung eines imposanten Christbaumes am Dorfplatz vor dem Dorfheim. Für diesen Zweck stellen nun jährlich Hausbesitzer die zu groß gewordenen „Ziergehölze“ aus ihren Gärten zur Verfügung.

 

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Zum ersten Mal wird am Dorfplatz ein Christbaum aufgestellt

Mit viel Fleiß und oft auch klammen Fingern schmücken Wehrmänner am 1. Adventswochenende, dem traditionellen Termin der Jahreshauptversammlung, den Baum mit einer glänzenden Lichterkette. Weihnachtliche Stimmung erfüllt die Besucher.

Die 80er und 90er Jahre des nun vergangenen Jahrhunderts brachten für die Wehr bedeutende Neuerungen und Veränderungen. Schon bald erkannte die Vereinsführung die Notwendigkeit, Jugendliche frühzeitig für die Arbeit in der Feuerwehr zu interessieren. Mit der Gründung der ersten Jugendgruppe 1986 hatten zum erstenmal Jugendliche bereits mit 16 Jahren die Möglichkeit, ihre Freizeit sinnvoll und für den Mitmenschen gewinnbringend zu gestalten (siehe dazu eigenen Bericht). Die Aufnahme von Mädchen in die Jugendgruppe war nur noch eine Frage der Zeit. Im Mai 1990 traten die ersten weiblichen Mitglieder Tanja Rauch, Nicole Holzgartner und Kerstin Berg unserer Wehr bei. Mit der heutigen Festleiterin Nicole Holzgartner wurde im Dezember 1996 die erste Frau zur Löschmeisterin befördert.

Bis zum Jahre 1994 waren die Aktiven unserer Wehr den Kreisbrandmeistern aus Wernberg-Köblitz Herrn Josef Krös, Herrn Hans Ziegler bzw. Herrn Willi Duschner überstellt. Mit Beginn des Jahres 1995 wurde man auch hier den Folgen der Gebietsreform gerecht und wechselte in die Zuständigkeit des Kreisbrandmeisters unserer Gemeinde Herrn Hans Hösl über.

Auch auf Landkreisebene gab es organisatorisch Veränderungen. Mit der Entscheidung, die jährliche Feier des „Florianstages“ nicht mehr als zentrale Veranstaltung auf Kreisebene auszurichten, erhielten auch kleinere Ortschaftswehren die Möglichkeit, im Zuständigkeitsbereich ihres Kreisbrandmeisters ein angemessenes Fest durchzuführen. Im Mai 1995 konnte die FFW Weihern alle Wehren des KBM Willi Duschner willkommen heißen. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der Pfarrkirche traf man sich im Dorfheim, wo kameradschaftlicher Umgang und geselliges Miteinander ausgiebig vertieft wurde.

Eine enge und freundschaftliche Beziehung besteht seit langen Jahren zwischen den Wehren aus Stein und Weihern. Bereits zu den 100jährigen Jubiläen der beiden Vereine 1973 bzw. 1975 bestand eine gegenseitige Patenschaft. Gerne hat die FFW Weihern der erneuten Bitte der Nachbarwehr entsprochen und ist zum 125jährigen Vereinsjubiläum 1998 erneut Pate gestanden.

Pünktlich zum diesjährigen Jubiläum konnte ein weiterer, zweiter Anbau an das Gerätehaus bezogen werden. Zusätzliche Ausrüstung und Geräte speziell für die Jugendwehr hatten in den bestehenden Räumen keinen Platz mehr. Gleichzeitig nutzte der Verwaltungsrat die Gelegenheit, den Mannschaftsraum nach 25 Jahren zu renovieren und zeitgerecht einzurichten.

Leider musste nach 20jähriger Dienstzeit Gerhard Haider als Kommandant unserer Wehr aus gesundheitlichen Gründen im Dezember 1999 sein Amt zur Verfügung stellen. Ihn folgte als Kommandant Andreas Holzgartner. Dieser beschaffte im Jahr 2008 gemeinsam mit dem Feuerwehrverein unter der Leitung von Franz Haider das zweite Löschfahrzeug der Feuerwehr Weihern. Ein Opel Movano mit einem Aufbau der Firma Furtner um Ammer folgte unserem VW LT.

Einer der größten Meilensteine dürfte jedoch der Antrag und die Umsetzung eines neuen Feuerwehrgerätehauses gewesen sein. Nachdem die Stadt Pfreimd einen Feuerwehrbedarfsplan erstellen ließ, stellte man in Weihern deutlichen Handlungsbedarf bei der Feuerwehr fest. So wurde ein Neubau unumgänglich. Der Antrag wurde wiederum vom damaligen Kommandanten Andreas Holzgartner und dessen Sohn Markus Holzgartner als Vorsitzender des Vereins eingereicht, nachdem der Ursprüngliche Antrag eingereicht vom Kommandanten und damaligen Vorsitzenden Franz Haider im Pfreimder Rathaus nicht mehr auffindbar war. Anzumerken ist hierzu das es von der Übergabe jedoch ein Bild bei der Feuerwehr gibt. Am 01.08.2016 viel unter der Führung von Kommandant Hans-Jürgen Schlosser und Vorsitzenden Markus Holzgarnter nach zahlreichen Vorplanungen und einer ewig scheinenden Standortsuche der Spatenstich.

Herzlichen Dank ...

Der Beitrag unsere Geschichte wurde anlässlich des 125jährigen Gründungsjubiläums der Freiw. Feuerwehr Weihern von Festausschussmitglied Josef Rauch verfasst, den wir nochmals herzlich dafür danken!